Jede Karte zeigt, was die Studie tatsächlich herausgefunden hat, und wo ihre Grenzen liegen.
Mittlere Evidenz
Eine systematische Übersichtsarbeit, die eine Atmung langsamer als 10 Atemzüge pro Minute mit höherer Herzratenvariabilität und einem ruhigeren Gefühlszustand verbindet.
Einschränkung: Nur 15 Studien, und sie unterscheiden sich stark.
Zaccaro, A., Piarulli, A., Laurino, M., et al. (2018). How breath-control can change your life: a systematic review on psycho-physiological correlates of slow breathing. Frontiers in Human Neuroscience. doi:10.3389/fnhum.2018.00353
Mittlere Evidenz
Eine randomisierte Studie, in der eine tägliche Atmung von fünf Minuten mit langem Ausatmen über einen Monat mit einer deutlicheren positiven Veränderung der Stimmung einherging als dieselbe Zeit Achtsamkeitsmeditation.
Einschränkung: Etwa 100 Teilnehmende, aus der Ferne durchgeführt, Dauer ein Monat.
Balban, M. Y., Neri, E., Kogon, M. M., et al. (2023). Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal. Cell Reports Medicine. doi:10.1016/j.xcrm.2022.100895
Starke Evidenz
Eine Metaanalyse von 223 Studien, die fand, dass der ruhebezogene Anteil der Herzratenvariabilität während und nach bewusst langsamer Atmung ansteigt.
Einschränkung: Ein physiologischer Befund; Stimmung oder Ängstlichkeit werden nicht gemessen.
Laborde, S., Allen, M. S., Borges, U., et al. (2022). Effects of voluntary slow breathing on heart rate and heart rate variability: a systematic review and a meta-analysis. Neuroscience & Biobehavioral Reviews. doi:10.1016/j.neubiorev.2022.104711
Starke Evidenz
Eine Metaanalyse von 47 randomisierten Studien, die kleine bis mittlere Effekte von Achtsamkeitsprogrammen auf Ängstlichkeit, gedrückte Stimmung und Schmerz fand.
Einschränkung: Sie erwiesen sich anderen aktiven Ansätzen wie Bewegung nicht als überlegen.
Goyal, M., Singh, S., Sibinga, E. M. S., et al. (2014). Meditation programs for psychological stress and well-being: a systematic review and meta-analysis. JAMA Internal Medicine. doi:10.1001/jamainternmed.2013.13018
Grundlagenstudie
Der grundlegende Artikel, der beschreibt, wie das Gehirn den Unterschied zwischen zwei Tönen in jedem Ohr als Schwebung wahrnimmt.
Einschränkung: Keine Wirkungsstudie; sie erklärt, wie die Wahrnehmung entsteht.
Oster, G. (1973). Auditory beats in the brain. Scientific American. doi:10.1038/scientificamerican1073-94
Mittlere Evidenz
Eine Metaanalyse von 22 Studien, die kleine bis mittlere Effekte binauraler Beats auf Aufmerksamkeit, Ängstlichkeit und Schmerzwahrnehmung fand.
Einschränkung: Die Studien sind klein und unterschiedlich; spätere Wiederholungen sind uneinheitlich.
Garcia-Argibay, M., Santed, M. A., Reales, J. M. (2019). Efficacy of binaural auditory beats in cognition, anxiety, and pain perception: a meta-analysis. Psychological Research. doi:10.1007/s00426-018-1066-8
Mittlere Evidenz
Eine systematische Übersichtsarbeit, die uneinheitliche Belege dafür fand, dass binaurale Beats Gehirnwellen im EEG "mitziehen".
Einschränkung: Die meisten einbezogenen Studien sind klein und unterscheiden sich voneinander.
Ingendoh, R. M., Posny, E. S., Heine, A. (2023). Binaural beats to entrain the brain? A systematic review of the effects of binaural beat stimulation on brain oscillatory activity. PLOS ONE. doi:10.1371/journal.pone.0286023
Begrenzte Evidenz
Eine EEG-Studie, die zeigt, dass binaurale Beats von 4 Hz und 10 Hz die Kohärenz im Alpha-Band zwischen den beiden Hörrinden erhöhen.
Einschränkung: Die Autoren deuten dies als Zusammenführung der Klänge beider Ohren durch das Gehirn, nicht als Mitziehen der Gehirnwellen; eine Wirkung auf das Verhalten zeigte sich nicht.
Solcà, M., Mottaz, A., Guggisberg, A. G. (2016). Binaural beats increase interhemispheric alpha-band coherence between auditory cortices. Hearing Research. doi:10.1016/j.heares.2015.09.011
Begrenzte Evidenz
Eine bildgebende Studie, in der natürliche Klänge im Vergleich zu künstlichen mit nach außen gerichteter Aufmerksamkeit und einer Ruhereaktion einhergingen.
Einschränkung: Kleine Stichprobe, Laborumgebung.
Gould van Praag, C. D., Garfinkel, S. N., Sparasci, O., et al. (2017). Mind-wandering and alterations to default mode network connectivity when listening to naturalistic versus artificial sounds. Scientific Reports. doi:10.1038/srep45273
Starke Evidenz
Eine Cochrane-Übersichtsarbeit von 13 Studien (1.007 Personen), die fand, dass Musikhören die subjektive Schlafqualität wahrscheinlich erhöht.
Einschränkung: Die Teilnehmenden kannten ihre Gruppe; es geht um Musik, nicht um Naturklänge.
Jespersen, K. V., Pando-Naude, V., Koenig, J., Jennum, P., Vuust, P. (2022). Listening to music for insomnia in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews. doi:10.1002/14651858.CD010459.pub3
Mittlere Evidenz
Eine Metaanalyse von 36 Veröffentlichungen, die natürliche Klänge mit weniger Stress und Ärger und einer positiveren Stimmung verbindet.
Einschränkung: Die Studien sind unterschiedlich, und die meisten sind kurze Hörsitzungen im Labor.
Buxton, R. T., Pearson, A. L., Allou, C., et al. (2021). A synthesis of health benefits of natural sounds and their distribution in national parks. PNAS. doi:10.1073/pnas.2013097118
Mittlere Evidenz
Eine experimentelle Studie, in der Teilnehmende, die wöchentlich Dankbarkeitsnotizen schrieben, ihr Leben positiver bewerteten.
Einschränkung: Stichprobe aus Studierenden; spätere Studien fanden kleinere Effekte.
Emmons, R. A., McCullough, M. E. (2003). Counting blessings versus burdens: an experimental investigation of gratitude and subjective well-being in daily life. Journal of Personality and Social Psychology. doi:10.1037/0022-3514.84.2.377
Starke Evidenz
Eine Metaanalyse von 94 Tests: konkrete "wenn dies geschieht, tue ich das"-Absichten hängen mittel bis stark mit dem Erreichen von Zielen zusammen.
Einschränkung: Der Effekt gilt für konkrete Wenn-dann-Pläne; für allgemeine Absichtssätze gibt es diese Belege nicht.
Gollwitzer, P. M., Sheeran, P. (2006). Implementation intentions and goal achievement: a meta-analysis of effects and processes. Advances in Experimental Social Psychology. doi:10.1016/S0065-2601(06)38002-1
Starke Evidenz
Eine Metaanalyse von 27 Studien: Dankbarkeitsübungen gehen mit einer kleinen Abnahme von Angst und depressiven Symptomen einher.
Einschränkung: Der Effekt ist klein und wird gegenüber anderen aktiven Übungen noch kleiner.
Cregg, D. R., Cheavens, J. S. (2021). Gratitude interventions: effective self-help? A meta-analysis of the impact on symptoms of depression and anxiety. Journal of Happiness Studies. doi:10.1007/s10902-020-00236-6
Starke Evidenz
Eine Metaanalyse von 146 randomisierten Studien, die einen kleinen, aber positiven Effekt des Schreibens über Gefühle fand.
Einschränkung: Der Effekt ist sehr klein und unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.
Frattaroli, J. (2006). Experimental disclosure and its moderators: a meta-analysis. Psychological Bulletin. doi:10.1037/0033-2909.132.6.823
Starke Evidenz
Eine Metaanalyse, die Einsamkeit und soziale Isolation mit schlechteren langfristigen Gesundheitsergebnissen verbindet.
Einschränkung: Beobachtungsdaten; Ursache und Wirkung werden nicht gezeigt. Die Belege für Online-Unterstützung unter Gleichgesinnten sind noch begrenzt.
Holt-Lunstad, J., Smith, T. B., Baker, M., Harris, T., Stephenson, D. (2015). Loneliness and social isolation as risk factors for mortality: a meta-analytic review. Perspectives on Psychological Science. doi:10.1177/1745691614568352
Grundlagenstudie
Eine Studie, die zeigt, dass Licht, das 40-mal pro Sekunde flackert, die Gamma-Wellen im visuellen Kortex von Mäusen verstärkte.
Einschränkung: An Mäusen durchgeführt. Die Lichtmeditationen von Sakin flackern nicht und beruhen nicht auf dieser Studie.
Iaccarino, H. F., Singer, A. C., Martorell, A. J., et al. (2016). Gamma frequency entrainment attenuates amyloid load and modifies microglia. Nature. doi:10.1038/nature20587
Begrenzte Evidenz
Eine kleine Studie, die berichtet, dass auf 528 Hz gestimmte Musik mit Veränderungen einiger stressbezogener Messwerte einherging.
Einschränkung: Nur 9 Teilnehmende; sehr begrenzte Evidenz.
Akimoto, K., Hu, A., Yamaguchi, T., Kobayashi, H. (2018). Effect of 528 Hz music on the endocrine system and autonomic nervous system. Health. doi:10.4236/health.2018.109088
Begrenzte Evidenz
Eine systematische Übersicht und Metaanalyse, nach der Reiki bei einigen Stimmungsmaßen besser als Placebo sein könnte.
Einschränkung: Wenige Studien je Bereich.
Zadro, S., Stapleton, P. (2022). Does Reiki benefit mental health symptoms above placebo?. Frontiers in Psychology. doi:10.3389/fpsyg.2022.897312
Mittlere Evidenz
Eine Metaanalyse mit 824 Erwachsenen brachte Reiki mit einem deutlichen Rückgang der Ängstlichkeit in Verbindung.
Einschränkung: Bei Angst vor Operationen und krebsbezogener Angst sind die Ergebnisse weniger einheitlich; die meisten Studien hatten keine Schein-Kontrolle.
Guo, X., Long, Y., Qin, Z., Fan, Y. (2024). Therapeutic effects of Reiki on interventions for anxiety: a meta-analysis. BMC Palliative Care. doi:10.1186/s12904-024-01439-x
Mittlere Evidenz
Bei 159 Patientinnen und Patienten ging eine einzelne Reiki-Sitzung vor einer Endoskopie mit weniger Stress und Angst und mehr Wohlbefinden einher als in Schein- und Kontrollgruppen.
Einschränkung: Ein Zentrum, eine Sitzung.
Utli, H., Vural Doğru, B. (2023). The effect of Reiki on anxiety, stress, and comfort levels before gastrointestinal endoscopy: a randomized sham-controlled trial. Journal of PeriAnesthesia Nursing. doi:10.1016/j.jopan.2022.08.010
Mittlere Evidenz
An der Çukurova-Universität hatten 93 Patientinnen und Patienten in der Reiki-Gruppe weniger Angst vor der Operation, weniger Ängstlichkeit und weniger Schmerz als die Schein- und Kontrollgruppen.
Einschränkung: Ein Zentrum; Reiki wurde von der forschenden Person selbst gegeben.
Şişman, N. Y., Arslan, S. (2023). The effect of Reiki on anxiety, fear, pain and oxygen saturation in abdominal surgery patients: a randomized controlled trial. Explore. doi:10.1016/j.explore.2022.11.005
Begrenzte Evidenz
Bei 90 Frauen ging Reiki nach einer Kaiserschnittgeburt mit weniger Schmerz, weniger Angst und geringerem Bedarf an Schmerzmitteln einher.
Einschränkung: Die Kontrollgruppe ruhte nur; keine Schein-Kontrolle.
Sağkal Midilli, T., Eser, İ. (2015). Effects of Reiki on post-cesarean delivery pain, anxiety, and hemodynamic parameters: a randomized, controlled clinical trial. Pain Management Nursing. doi:10.1016/j.pmn.2014.09.005
Begrenzte Evidenz
Eine Meditation mit Fokus auf Herz- und Kronenchakra ging bei 100 Pflegestudierenden mit weniger Prüfungsangst einher.
Einschränkung: Kontrolle war die übliche Vorbereitung; kurze Nachbeobachtung.
Varvani Farahani, P., et al. (2026). The effect of meditation on exam anxiety of nursing students: a randomized clinical trial. Irish Journal of Medical Science. doi:10.1007/s11845-026-04308-z
Begrenzte Evidenz
Bei 16 Personen über 5 Monate hing die Herzratenvariabilität mit Veränderungen der solaren und geomagnetischen Aktivität zusammen.
Einschränkung: Eine Beobachtungsstudie; sie zeigt nicht, dass Energie zu den Chakren gelenkt wird.
Alabdulgader, A., McCraty, R., Atkinson, M., et al. (2018). Long-term study of heart rate variability responses to changes in the solar and geomagnetic environment. Scientific Reports. doi:10.1038/s41598-018-20932-x